Die zwei Ebenen der Selbstsabotage:
Ego-Ebene ——– Seelen-Ebene

Es gibt zwei Arten der Selbstsabotage, die uns daran hindern, neue Gewohnheiten zu entwickeln und unsere Ziele zu erreichen.
Bevor wir uns die zwei Arten von Selbstsabotage mal genauer anschauen, wollen wir uns darüber klar werden, was Selbstsabotage ist:
Selbstsabotage bezieht sich auf Verhaltensweisen oder Handlungen, die bewusst oder unbewusst dazu führen, dass man sich selbst schadet oder behindert. Dies kann in verschiedenen Lebensbereichen auftreten, wie zum Beispiel in Beziehungen, im Beruf oder in der persönlichen Entwicklung. Es ist wichtig, sich dieser Muster bewusst zu werden und sie zu transformieren, ob alleine oder mit Unterstützung.
Die eine Art der Selbstsabotage findet auf der Ebene des Egos statt. Die andere Art der Selbstsabotage geschieht, wenn unser neues Vorhaben einfach nicht mit dem übereinstimmt, was wir auf Seelenebene sind. Es ist wichtig, dass wir den Unterschied kennen, denn diese beiden Arten der Selbstsabotage wollen auf sehr unterschiedliche Weise überwunden werden.
Selbstsabotage auf Ego-Ebene ist in unseren Überlebensinstinkten verwurzelt. Der älteste Teil unseres Gehirns interpretiert alles Neue erstmals als zutiefst bedrohlich. Das Ego wehrt sich gegen alles, was neu und anders ist, indem es uns ein paar Tricks vorspielt. Zu den Lieblingstricks des Egos gehören plötzlicher Interessenverlust, Aufschieben, Ablenkung und irrationales Unbehagen oder sogar Angst.
Die Selbstsabotage auf Ego-Ebene trifft uns gewöhnlich dann, wenn wir beginnen ein neues Vorhaben umzusetzen. Das ist der Grund, warum wir unser neues Fitnessprogramm nach ein paar Trainingseinheiten abbrechen, warum wir unsere selbst auferlegte Diät nach ein paar Tagen nicht einhalten und warum wir uns in endlose Studien verlieren, wenn wir uns beruflich umorientieren wollen.
Die meisten spirituell Suchenden missverstehen egoistische Selbstsabotage als “irgendetwas muss mit mir nicht stimmen”, denn unser schlaues Ego macht es uns sehr schwer, neue Schritte zu gehen, sobald die anfängliche Begeisterung verflogen ist. Allzu oft verstricken wir uns in ein Labyrinth von Heilungs- und Transformationsbemühungen, die allesamt darauf abzielen, einen Mechanismus zu überwinden, der einfach in uns allen fest verdrahtet ist, weil wir Menschen sind.
Selbstsabotage auf Ego-Ebene bedeutet nicht, dass irgendetwas mit uns nicht in Ordnung ist!
Die Ego-Selbstsabotage zu überwinden ist möglich, indem wir noch mehr Entschlossenheit, Disziplin und Durchhaltevermögen kultivieren und immer weitermachen, auch wenn wir uns nicht danach “fühlen”.
Wenn wir Selbstsabotage auf Ego-Ebene erleben, werden uns unsere Gefühle “belügen“. Wir werden uns nicht gut, motiviert, inspiriert oder positiv fühlen, und das ist menschlich!
Wichtig ist, sich daran zu erinnern, dass egoistische Selbstsabotage entsteht, wenn wir etwas Neues beginnen, manchmal sogar, wenn wir nur daran denken, etwas Neues beginnen zu wollen.
Selbstsabotage auf Seelenebene ist etwas ganz anderes. Selbstsabotage auf der Ebene der Seele geschieht, wenn wir einen Weg wählen, der einfach nicht mit unserer göttlichen Natur übereinstimmt. Weil wir versuchen jemand oder etwas zu sein, das wir NICHT sind.
Die Symptome der Selbstsabotage auf Seelenebene sind anders als die auf Ego-Ebene. Sie treten nicht am Anfang eines neu eingeschlagenen Weges oder Projekts auf.
Verstehe, unsere Seele wird uns niemals davon abhalten, neue Wahlen zu treffen und neue Wege zu gehen. Unsere Seele ist hier, um sich selbst auf so viele verschiedene Arten wie möglich zu erfahren. Selbst wenn wir also eine neue Wahl treffen, die nicht mit dem übereinstimmt, was wir wirklich sind, hat unsere Seele immer noch die Möglichkeit, das, was sie NICHT ist zu erfahren, was immer noch besser ist, als immer wieder die gleichen Erfahrungen zu machen.
Die Seele liebt neue Handlungen und neue Erfahrungen – jede neue Handlung und neue Erfahrung. DAZU IST SIE HIER!
Wenn wir Widerstand spüren, wenn wir uns neu orientieren wollen, oder schon nach wenigen Tagen die Motivation verlieren, ist das keine Selbstsabotage auf Seelenebene. Tatsächlich können wir nicht sagen, was mit unserer Seelen-Natur übereinstimmt und was nicht, solange wir nicht ernsthaft etwas unternommen haben um unser wahres Wesen wirklich kennen zu lernen.
Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass wir uns unseres wahren Selbst wieder bewusst werden müssen, um zu erkennen, was unserem göttlichen Selbstausdruck entspricht und was nicht.
Selbstsabotage auf der Ebene der Seele zeigt sich in einem Mangel an positiven Ergebnissen.
Wenn wir nicht genügend Schritte unternommen haben, um neue Ergebnisse erwarten zu können, dann können wir auch nicht wissen, ob wir auf den göttlichen Selbstausdruck unserer Seele ausgerichtet sind oder nicht.
Selbstsabotage auf Seelenebene fühlt sich an, als ob wir immer wieder gegen dieselbe unsichtbare Wand rennen. Wir ergreifen massive Maßnahmen – wir nähern uns “der Mauer“ von allen möglichen Seiten: wir versuchen über sie zu springen, uns unter ihr hindurch zu graben, sie mit einem Stabhochsprung zu überwinden, sie zu zertrümmern, und trotz alledem scheinen wir nicht an ihr vorbeizukommen. Wir investieren riesige Mengen an Arbeit und Energie und können dennoch kaum Ergebnisse vorweisen.
Das ist die Erfahrung einer Fehlausrichtung auf das, was wir auf Seelenebene sind.
Viele Menschen rennen ihr ganzes Leben lang gegen dieselben unsichtbaren Mauern…
Der wichtigste Unterschied im Umgang mit den beiden verschiedenen Sabotage- Formen:
Wenn du unter egoistischer Selbstsabotage leidest, ist das Schlimmste, was du tun kannst, aufzuhören, weil du damit deinem Ego beibringst, wie es dich aufhalten kann. Wenn du dann das nächste Mal versuchst, etwas Neues und Anderes zu tun, wird es noch schwieriger sein. Wenn du in egoistischer Selbstsabotage feststeckst, suche in dir nach deiner Entschlossenheit und Disziplin und gib nicht auf, mach weiter!
Wenn du hingegen Selbstsabotage auf Seelenebene erlebst, hör bitte auf. Leg deine Ausdauer, Entschlossenheit und Disziplin nieder und gehe einen anderen Weg, “diese Mauer wird nicht fallen“… du musst einen anderen, neuen Weg finden. Vielleicht brauchst du sogar völlig neue Ziele.
Wenn du auf dem Weg bist, der mit der Natur deiner Seele übereinstimmt, wirst du vielleicht immer noch auf egoistische Selbstsabotage stoßen. Aber sobald du die erste Zeit überstanden hast und konsequent neue Maßnahmen ergriffen hast, wirst du nicht mehr damit kämpfen. Ja, du wirst dich immer noch anstrengen müssen, aber diese Anstrengung ist dann kein Kampf mehr.
Du wirst jedoch kaum eine Ahnung haben, ob dein neuer Weg mit dem übereinstimmt, was du auf Seelenebene bist, solange du nicht weißt, WER DU AUF SEELENEBENE WIRKLICH BIST. Und du wirst nicht erkennen, welche Art der Sabotage dich gefangen hält, wenn du nicht eine beträchtliche Menge an Anstrengung investiert hast, um die Abneigung des Egos gegen alles Neue zu überwinden.
Mein Vorschlag:
Gib nicht zu früh auf, auch wenn du dich gerade nicht “im Einklang” fühlst.
Wenn du dich auf einen neuen Weg begibst, denke daran, dass dein Ego versuchen wird, dich in Sicherheit zu wiegen, indem es dir Unbehagen, Desinteresse, Nervosität oder Angst einredet. Dein Ego wird dir einflüstern, dass “das doch nicht so eine gute Idee ist”. – Hör nicht auf dein Ego. Mach weiter. Auf der anderen Seite der Selbstsabotage auf der Ebene des Egos, wirst du entweder die Übereinstimmung mit deiner Göttlichkeit entdecken oder du wirst die Gelegenheit haben, den Kurs zu korrigieren.
Erkenne das Wesen DEINES WAHREN SEINS, damit du den für dich richtigen Weg finden und gehen kannst.
Gerne unterstütze ich dich auf deinem Weg der SELBSTERKENNTNIS und beleuchte mit dir deinen SEELENWEG.